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Interview mit dem CGI Director Thorsten Jasper Weese

Einleitendes zur Person  

Die recom GmbH ist seit mehr als 20 Jahren eines der renommiertesten Artwork/Post- und CGI-Studios in Europa mit Büros in Stuttgart (Head Office), Berlin und London.

Seit 2006 etabliert sich recom im Bereich CGI zur Topadresse der fotorealistischen High-End-3D Visualisierung und arbeitet hier inzwischen für sehr viele internationale Kunden im Print- und Marketingbereich.

Wir sprechen mit Thorsten Jasper Weese, CGI-Director und ab Januar 2010 geschäftsführender Gesellschafter der recom GmbH & Co.KG.
Der ursprünglich gelernte Schriftsetzer hat nun mittlerweile über 15 Jahre die Entwicklung des Digital Imaging persönlich miterlebt und ist heute unter anderem verantwortlich für Kunden wie Mercedes Benz, Porsche und Sony Ericsson.

 

1.     Herr Weese, nach langjähriger Erfahrung in der Fotografie, wie haben sich aus Ihrer Sicht die Rahmenbedingungen der Produktfotografie verändert?

Die Hauptveränderung liegt sicherlich in der immer knapperen Fertigstellung bzw.
-entwicklung des endgültigen Produkts, d.h. erste Prototypen zum Fotografieren werden immer später fertig und somit bleibt immer weniger Zeit, Marketingmotive zu produzieren.

 

2.     Was erwarten Sie für die Zukunft der Produktfotografie?

Noch weniger Zeit ;-)

Nein, im Ernst, die klassische Studioproduktfotografie hat durch CGI einen starken und mittlerweile sehr ernstzunehmenden "Konkurrenten" bekommen und immer wiederkehrende Studiosets können - richtig angewandt - jederzeit in Perfektion reproduziert werden.

 

3.     Im Rahmen der Finanzkrise sehen sich immer mehr Fotografen mit erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen konfrontiert. Wie kann die CGI Fotografie dabei helfen?

Bildproduktionen (trifft hauptsächlich bei geheimen Automobilshootings zu) können in deutlich kleineren Teams (weniger Reise- und Honorarkosten "vor Ort"), ohne teure Transport- und Securitykosten und mit unaufwändigeren Straßensperrungen und Locationspermits, jedoch ohne Qualitätskompromiss, produziert werden. Zudem können wir nicht im geringsten abschätzen wie viel Geld gespart werden kann, wenn weniger Fotofahrzeuge als teure, handgefertigte Prototypen gebaut werden müssen.

 

4.     Wie kann VRED dabei helfen, geeignete Bilddaten für unterschiedlichste Kommunikationsmedien bei gleichbleibender Qualität zu produzieren?
Wie sehen Sie den Einsatz von Virtual Reality Werkzeugen in der Bildproduktion?

Die Mischung aus von uns seit Jahren professionell eingesetzten unterschiedlichen Renderworkflows sowie die Ergänzung durch VRED bieten uns maximale Flexibilität, um jegliche Anforderung erfüllen zu können. Jeder Workflow hat Vor- und Nachteile und im Idealfall pickt man sich einfach die Rosinen aus jedem heraus und kombiniert das ganze dann elegant, doch noch so wichtig die Technik auch ist, der Mensch und das Team davor ist entscheidend.

 

5.     Wo sehen Sie die Gemeinsamkeiten der innovativen Softwarelösung VRED und den innovativem Ingenieursleistungen Ihrer Kunden?

Die Grenzen vermischen sich immer mehr und somit entstehen immer mehr Schnittpunkte aus unterschiedliche Welten, an denen wir gerne den Prozess anzapfen. Schön ist es natürlich, wenn Standards geschaffen werden oder bestehen, um sich lästige Problemfelder wie Datenaustausch und -verwendbarkeit vom Hals zu schaffen, damit wir uns auf die wichtigen Dinge, auf das kreative Erschaffen und die Visualisierungen konzentrieren können.

 

 

6.     Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Gern.

 

www.recom.de

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